Social Collaboration: Wie moderne Arbeitsmethoden die Arbeitswelt verändern

Moderne und flexible Arbeitsmethoden wie Telearbeit, Home-Office oder internationale Projektteams, die im Zuge der Digitalisierung stark im Kommen sind, verändern die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend. Effektive Social-Collaboration-Lösungen, mit denen Unternehmen ihre Produktivität verbessern können, werden verstärkt zu einem kritischen Erfolgsfaktor.

Die zunehmende Digitalisierung verändert die Zusammenarbeit in Unternehmen grundlegend. Deutsche Firmen sind bei der Einführung moderner Collaboration-Lösungen, mit denen sie vernetzte Formen der Zusammenarbeit etablieren könnten, um den Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens zu fördern, Prozesse zu optimieren und Businessentscheidungen zu beschleunigen, jedoch häufig zurückhaltend. Das belegt eine Studie der Unternehmensberatung Pierre Audoin Consultants (PAC) zum Thema Social Collaboration in Europa. Demnach haben nur 21 Prozent der Fachbereiche Social-Collaboration-Projekte umgesetzt. Zum Vergleich: In Großbritannien sind es bereits 38 Prozent. Knapp jeder zweite Fachbereich hierzulande hat noch gar keine Initiative in diesem Feld gestartet, so die Studie weiter.

Dabei kann die Nutzung von Social-Intranet-Plattformen die Arbeitseffizienz deutlich steigern, wie die aktuelle " Deutsche Social Collaboration Studie ” zeigt. Herausgeber der Studie ist der Fachbereich Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität Darmstadt in Zusammenarbeit mit der internationalen Management- und Technologie-Beratung Campana & Schott , die sich auf die Zusammenarbeit von Menschen in Organisationen und Projekten spezialisiert hat. Wie die Untersuchung zeigt, streben fast drei Viertel der Studienteilnehmer durch die vernetzte Zusammenarbeit eine Verbesserung der eigenen Unternehmenskultur an. Jeweils knapp die Hälfte zielt zudem auf die Förderung von Prozess- bzw. Produktinnovationen.

Gleichzeitig konnte die Studie einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Nutzung von fortschrittlichen Technologien und der eigenen Arbeitseffizienz nachweisen. Folglich können Unternehmen ihre Produktivität verbessern, wenn sie geeignete Lösungen bereitstellen und dafür sorgen, dass sie auch konsequent genutzt werden. Dieses Potenzial sei allerdings längst noch nicht ausgeschöpft, betonen die Analysten. So zeigte die Umfrage unter 519 Mitarbeitern von Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branche, dass zwischen den hohen Erwartungen und dem Unternehmensalltag noch eine große Lücke klafft. Als Kennzahl beschreibt der "Social Collaboration Reifegrad", welche Technologien zur Bearbeitung einer Aufgabe genutzt werden. Auf einer Skala von "0" (vollständig analog) bis "3" (vollständig digital) erzielten die befragten Unternehmen einen durchschnittlichen Reifegrad von 1,24. Das heißt, persönliche Kontakte, Telefonate und E-Mails stehen nach wie vor hoch im Kurs.

Deutsche Unternehmen verschlafen die Digitalisierung

Solche Ergebnisse sind nicht überraschend. So hat der Branchenverband Bitkom letztes Jahr rund 1.500 deutsche Unternehmen zum Thema Digitalisierung der Arbeitswelt befragt und ist zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Laut Studie haben in 75 Prozent der Unternehmen alle Mitarbeiter Anwesenheitspflicht. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (70 Prozent) geht zudem davon aus, dass der klassische Büroarbeitsplatz nicht an Bedeutung verlieren wird. Auf die Frage, welche Gründe denn gegen moderne, flexiblere Arbeitsformen sprechen würden, antworteten 33 Prozent der Interviewten, dass ohne direkten Austausch mit Kollegen die Produktivität sinken würde. 27 Prozent lehnen die Telearbeit ab, weil Mitarbeiter nicht jederzeit ansprechbar seien, 17 Prozent, weil die Arbeitszeit nicht zu kontrollieren sei. Ein weiteres, interessantes Ergebnis: 56 Prozent der befragten Unternehmen bevorzugen Präsenztreffen, 44 Prozent setzen Telefonkonferenzen ein. Videokonferenzen kommen dagegen in nur acht Prozent der Unternehmen zum Einsatz, so die Studie weiter.

Quelle: Deutsche Social Collaboration Studie
Der "Social Collaboration Reifegrad" als Kennzahl für das Maß des Technologieeinsatzes zur Lösung einer Aufgabe. Quelle: Deutsche Social Collaboration Studie

Die Bitkom-Untersuchung macht deutlich, warum die Mehrheit der deutschen Unternehmen für die Arbeitsformen der Zukunft nicht vorbereitet zu sein scheinen. Denn wer ein verteiltes Team mit ständigen persönlichen Meetings und Telefonaten, unter strikten Arbeitszeitregelungen und bei ständiger Ansprechbarkeit zu managen versucht, wird sicherlich scheitern. Flexible Arbeitsformen setzen eine neue Unternehmenskultur und neue Management-Methoden voraus. Der Einsatz von speziellen Collaboration-Lösungen, die für eine effiziente Zusammenarbeit jenseits des klassischen Büros sorgen, ist dabei unverzichtbar. Denn auch wenn man in absehbarer Zukunft auf persönliche Kontakte, E-Mails und Telefonate nicht komplett verzichten wird: Wer heute immer noch hauptsächlich mit solchen rudimentären Tools arbeitet, verpasst das Potenzial, das die Zukunft der Arbeit mit sich bringt.

Effiziente Zusammenarbeit als Produktivitätsmotor

Die Frage lautet: Wie lange werden deutsche Unternehmen die neuen Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung ignorieren können? Das Thema effiziente Zusammenarbeit wird immer mehr zum Produktivitätsmotor – insbesondere in Fachbereichen mit einem hohen Anteil an Wissensarbeit wie etwa Marketing, Sales, IT, Personalwesen oder Forschung und Entwicklung – davon sind die Experten von Campana & Schott überzeugt. Die aktuellen Technologie-Trends, insbesondere Cloud und Mobile Computing, sowie die unaufhaltsame Globalisierung der Wirtschaft werden nach Angaben der Experten die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, kontinuierlich verändern.

So sind reguläre Arbeitszeiten, feste Büroarbeitsplätze und langjährige Arbeitsverhältnisse schon heute längst nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Auch wenn Trends wie Telearbeit, Selbständigkeit, Social Collaboration oder Home Office in Deutschland noch nicht so stark verbreitet sind wie in den USA oder Großbritannien: Die Arbeitswelt von morgen sieht so aus. Die Digitalisierung zu verschlafen, könnte für die deutsche Wirtschaft gravierende Konsequenzen haben. Zu diesem Schluss kommt die vielbeachtete Zukunftsstudie „ Digitalisierung – Achillesferse der deutschen Wirtschaft? ” des Münchner Kreises, einer gemeinnützigen, internationalen Vereinigung, in der Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertreten sind. Die Ergebnisse sind alles andere als erfreulich. Sie zeigen, dass Deutschland es jahrelang versäumt hat, sich rechtzeitig um wichtige Zukunftsthemen zu kümmern. Das Land müsse jetzt schnell handeln, wenn es den digitalen Rückstand zu den USA aufholen wolle. Deutsche Unternehmen, so der Tenor der Studie, werden sich mit der Digitalisierung früher oder später anfreunden müssen, wenn sie in Zeiten akuten Fachkräftemangels die besten Mitarbeiter finden, das Potenzial der Globalisierung für sich ausschöpfen und mit der zunehmend internationalen Konkurrenz Schritt halten möchten. Collaboration-Lösungen, die die Digitalisierung von Prozessen vorantreiben und moderne Arbeitsmethoden unterstützen, spielen dabei eine entscheidende Rolle.

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